Was kostet Gebäudereinigung in Berlin?
Der Preis einer Gebäude- oder Büroreinigung entsteht aus Arbeitszeit. Wie viele Stunden Ihr Objekt braucht, hängt von Räumen, Intervall und Zeitfenster ab. Wer diese Kalkulation kennt, kann auch Angebote vergleichen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben.
Veröffentlicht am , aktualisiert am , Lesezeit etwa 11 Minuten, von der AMT multiservices GmbH
Was Gebäudereinigung in Berlin kostet, ergibt sich aus den Reinigungsstunden pro Monat, dem Stundenverrechnungssatz des Anbieters sowie Material und Sonderleistungen. Die Stundenzahl hängt vor allem von Raumaufteilung, Intervall, Sanitär- und Küchenanteil, Bodenbelägen und Zeitfenster ab. Laut Übersicht des Zolls beträgt der Branchenmindestlohn in der Gebäudereinigung 2026 bundesweit 15,00 € pro Stunde in Lohngruppe 1 und 18,40 € in Lohngruppe 6 (Stand Oktober 2026). Vergleichbar sind Angebote erst, wenn sie auf demselben Leistungsverzeichnis beruhen und die kalkulierten Stunden offenlegen. Die AMT multiservices GmbH erstellt für Objekte in Berlin und im Berliner Umland schriftliche Angebote mit Leistungsverzeichnis, Intervallen und Einsatzzeiten.
Wie kalkulieren Reinigungsfirmen den Preis?
Gebäudereinigung ist Handarbeit, und der Preis folgt der Arbeitszeit. Ein Anbieter rechnet deshalb zuerst aus, wie viele Stunden Ihr Objekt pro Einsatz braucht. Dafür nutzt er Leistungswerte. Das sind Erfahrungswerte dafür, wie viel Fläche eine Reinigungskraft in einem bestimmten Raumtyp pro Stunde schafft.
Ein Flur mit glattem Boden ist schnell gereinigt. Ein Sanitärraum mit WCs, Waschbecken und Fliesen braucht für dieselbe Fläche deutlich mehr Zeit. Die Kalkulation läuft deshalb Raum für Raum und folgt vier Schritten:
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Raumliste | Fläche, Bodenbelag und Nutzung jedes Raums erfassen | Fläche je Raumgruppe |
| Stunden je Einsatz | Fläche je Raumgruppe geteilt durch den Leistungswert (m² pro Stunde) | Stunden je Einsatz |
| Monatsstunden | Stunden je Einsatz mal Zahl der Einsätze laut Intervall | Stunden pro Monat |
| Preis | Monatsstunden mal Stundenverrechnungssatz, dazu Verbrauchsmaterial und Sonderleistungen | Monatspreis |
Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Ihr Objekt braucht 2 Stunden je Einsatz und wird an 5 Tagen pro Woche gereinigt. Ein Monat hat im Schnitt rund 4,33 Wochen. Das ergibt 2 × 5 × 4,33, also rund 43 Stunden im Monat. Diese Stundenzahl multipliziert der Anbieter mit seinem Stundenverrechnungssatz und rechnet Verbrauchsmaterial und Sonderleistungen hinzu. Lassen Sie sich die Stunden deshalb offenlegen, so wie im Abschnitt zum Angebotsvergleich beschrieben.
Wovon hängt der Aufwand in Ihrem Objekt ab?
Zwei Büros mit gleicher Quadratmeterzahl können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen. Eine Agentur mit offener Etage und einem Sanitärblock braucht weniger Zeit als eine Kanzlei mit zwanzig Einzelbüros, zwei Teeküchen und Parkett. Die Tabelle zeigt, welche Faktoren den Preis nach oben oder unten bewegen.
Den größten Zeitanteil je Einsatz haben Sanitärräume und Küchen. Der zweite große Hebel ist das Intervall. Wer Sanitär und Küche täglich reinigen lässt und Arbeitsplätze zwei- oder dreimal pro Woche, kauft weniger Stunden als bei täglicher Vollreinigung. Die Hygiene bleibt dort hoch, wo sie gebraucht wird.
| Faktor | Treibt den Preis | Senkt den Preis |
|---|---|---|
| Fläche und Raumaufteilung | Viele kleine Räume, verwinkelte Grundrisse, Etagen ohne Aufzug | Großraumflächen, gleich geschnittene Räume, kurze Wege |
| Intervall | Tägliche Reinigung aller Räume | Intervalle gestaffelt nach Raumtyp |
| Sanitärräume und Küchen | Viele WCs und Duschen, mehrere Teeküchen | Wenige, zentral gelegene Sanitärbereiche |
| Bodenbeläge | Mischflächen, Parkett und Naturstein mit eigenem Pflegebedarf | Durchgehend robuste Hartböden wie Linoleum |
| Belegung | Volle Schreibtische, viele Arbeitsplätze, Publikumsverkehr | Abends freigeräumte Tische, wenig Besucher |
| Zeitfenster | Kurze Fenster, Nacht, Sonn- und Feiertage | Flexibles Fenster am Abend oder früh am Morgen |
| Zugang und Logistik | Schlüsselübergabe vor jedem Einsatz, weite Wege zum Wasseranschluss | Transponder, Putzraum mit Ausguss im Objekt |
| Verbrauchsmaterial | Anbieter stellt Seife, Papier und Müllbeutel | Sie beschaffen das Material selbst |
| Hygieneanforderungen | Desinfektion nach Hygieneplan, Dokumentation, Praxisräume | Reine Büronutzung |
| Sonderleistungen | Glas- und Grundreinigung kurzfristig auf Abruf | Feste Termine, gebündelt mit der laufenden Reinigung |
Personalkosten sind der größte Teil des Preises
Maschinen helfen bei großen Bodenflächen. WCs, Arbeitsplätze, Türgriffe und Küchen reinigt ein Mensch. Personalkosten machen deshalb den größten Anteil jedes Reinigungspreises aus.
In der Gebäudereinigung gibt es einen tariflichen Branchenmindestlohn. Eine Rechtsverordnung nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz macht ihn bis Ende 2026 für alle Betriebe der Branche verbindlich, auch für solche ohne Tarifbindung. Laut Übersicht des Zolls beträgt er 2026 bundesweit 15,00 € pro Stunde in Lohngruppe 1 und 18,40 € in Lohngruppe 6. Für Glas- und Fassadenreinigung sieht der Tarif eine höhere Lohngruppe vor als für die Unterhaltsreinigung. Auch deshalb wird Glasreinigung meist getrennt kalkuliert.
Der Lohn allein ergibt noch keinen Stundenverrechnungssatz. Ein sauber kalkulierter Satz enthält diese Posten:
- Bruttolohn nach Branchenmindestlohn oder Tarif
- Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
- Urlaub, Feiertage und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- Zuschläge, wenn das Zeitfenster in die Nacht oder auf Sonn- und Feiertage fällt
- Einarbeitung, Objektleitung und Qualitätskontrolle
- Arbeitskleidung, Maschinen, Fahrzeuge und Versicherung
- Verwaltung, Wagnis und Gewinn
Teilen Sie den Monatspreis eines Angebots durch die kalkulierten Monatsstunden. Liegt das Ergebnis nur knapp über dem Branchenmindestlohn, bleibt kaum Spielraum für Sozialabgaben, Urlaub und Leitung. Auffällig günstige Angebote sparen dann meist an der Zeit pro Einsatz oder am Personal.
Welche Preismodelle gibt es?
Laufende Reinigung wird meist als Monatspauschale abgerechnet. Daneben gibt es Abrechnung nach Stunden und nach Quadratmetern. Intern beruhen alle drei Modelle auf derselben Stundenkalkulation. Sie unterscheiden sich darin, wer das Risiko trägt, wenn der Aufwand schwankt.
Für Büro- und Unterhaltsreinigung mit festen Intervallen ist die Monatspauschale üblich. Stundenabrechnung passt zu Einsätzen, deren Umfang vorher schwer abzuschätzen ist, etwa nach einem Umzug. Quadratmeterpreise sind bei Glas- und Grundreinigung verbreitet, weil dort die Fläche den Aufwand gut abbildet.
Prüfen Sie bei Quadratmeterpreisen, welche Fläche gemeint ist. Die Mietfläche laut Vertrag und die tatsächlich zu reinigende Bodenfläche weichen oft voneinander ab. Bei Glasreinigung kommt die Frage hinzu, ob eine oder beide Seiten der Scheibe gezählt werden.
| Modell | Abrechnung | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Monatspauschale | Fester Betrag pro Monat für alle Leistungen im Leistungsverzeichnis | Planbare Kosten, gleichbleibende Rechnung | Nur so klar wie das Leistungsverzeichnis dahinter |
| Nach Stunden | Vereinbarter Satz mal geleistete Stunden | Flexibel bei wechselndem Bedarf | Kosten schwanken, Stunden müssen nachgewiesen werden |
| Nach Quadratmetern | Preis je Quadratmeter, pro Einsatz oder pro Monat | Auf den ersten Blick leicht vergleichbar | Blendet Raumaufteilung, Sanitäranteil und Zeitfenster aus |
Das Leistungsverzeichnis ist die Basis jedes Angebots
Ein Leistungsverzeichnis legt fest, welche Tätigkeit in welchem Raum in welchem Intervall erbracht wird. Es ist die Grundlage für den Preis, für die Einweisung des Teams und für jede spätere Kontrolle. Bei öffentlichen Ausschreibungen gehört eine solche Leistungsbeschreibung fest zu den Vergabeunterlagen.
Fehlt das Verzeichnis, bleibt offen, was ein Preis abdeckt. Ein Angebot über „Büroreinigung dreimal pro Woche“ lässt Spielraum bei Sanitär, Küchen, Glastüren und Heizkörpern. Solche Lücken zeigen sich oft erst nach Wochen, wenn etwas regelmäßig liegen bleibt. Ein vollständiges Leistungsverzeichnis enthält:
- Raumliste mit Fläche, Bodenbelag und Nutzung
- Tätigkeiten je Raumtyp, etwa „freigeräumte Arbeitsplätze feucht wischen“
- Intervall je Tätigkeit, von täglich bis jährlich
- Einsatztage und Zeitfenster
- Regelung zum Verbrauchsmaterial
- Sonderleistungen wie Glas- oder Grundreinigung mit Termin oder Intervall
- Zugang, Schlüssel und Alarmanlage
- Ansprechpartner und Art der Kontrolle
Berliner Gebäudetypen und Zeitfenster
Berliner Büros verteilen sich auf sehr unterschiedliche Gebäude. Im Gründerzeit-Altbau treffen hohe Räume, Dielenböden und Treppenhäuser oft ohne Aufzug aufeinander. Das Team trägt Material über die Treppe, und Dielen brauchen andere Pflege als Hartboden. Beides kostet Zeit pro Einsatz.
In Gewerbehöfen teilen sich mehrere Mieter Treppen, Lastenaufzug und Zugänge. Neubauten in den Büroquartieren haben viel Glas an Trennwänden und Türen, auf dem Fingerabdrücke schnell sichtbar werden. Verwaltungsgebäude mit langen Fluren und gleich geschnittenen Räumen lassen sich mit hohen Leistungswerten reinigen.
In vielen Bürohäusern gelten feste Zeiten für Empfang, Sicherheitsdienst und Alarmanlage. Die Reinigung muss in dieses Fenster passen. Ist es kurz, verteilt sich dieselbe Arbeit auf mehr Personen gleichzeitig. Die Stundenzahl bleibt dabei ähnlich, der Planungsaufwand steigt.
Auch die Anfahrt zählt. In weiten Teilen der Innenstadt ist Parkraum bewirtschaftet, und Maschinen für eine Grundreinigung lassen sich schlecht mit der Bahn transportieren. Ein abschließbarer Raum für Material und Geräte im Objekt spart Wege. Im Brandenburger Umland, etwa in den Gewerbegebieten um Schönefeld oder Ludwigsfelde, sind die Flächen oft größer und gleichförmiger.
Wie vergleichen Sie Angebote für Gebäudereinigung?
Vergleichen Sie Preise erst, wenn alle Anbieter dieselbe Grundlage haben. Geben Sie ein eigenes Leistungsverzeichnis vor, oder bitten Sie jeden Anbieter, Raumliste, Intervalle und Stunden offenzulegen. Die kalkulierten Reinigungsstunden pro Woche sind die wichtigste Einzelzahl, weil sie den Preis überprüfbar machen.
Danach zählt, wie die Leistung erbracht und kontrolliert wird. Wer eigenes Personal einsetzt und feste Teams plant, kalkuliert anders als ein Anbieter, der Aufträge weitergibt. Beides wirkt sich auf Preis und Ergebnis aus.
Diese Fragen helfen beim Vergleich. Stellen Sie sie jedem Anbieter, und lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben.
| Kriterium | Danach fragen Sie | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Leistungsverzeichnis | Liegt ein raumgenaues Verzeichnis mit Intervallen bei? | Nur so wissen Sie, was der Preis abdeckt |
| Reinigungsstunden | Wie viele Stunden pro Woche sind kalkuliert? | Macht den Preis prüfbar und Angebote vergleichbar |
| Personal | Eigenes, fest angestelltes Personal oder Subunternehmer? | Bestimmt, wer in Ihren Räumen arbeitet und wie stabil das Team bleibt |
| Ansprechpartner | Gibt es ein festes Team und einen Objektleiter, den Sie direkt erreichen? | Eingearbeitete Kräfte, kurze Wege bei Reklamationen |
| Kontrolle | Wie oft wird kontrolliert, und wie erfahren Sie davon? | Mängel fallen dem Anbieter auf, bevor sie Ihnen auffallen |
| Vertragslaufzeit | Wie lange läuft der Vertrag, welche Kündigungsfrist gilt, verlängert er sich automatisch? | Bestimmt, wie schnell Sie bei Problemen wechseln können |
| Preisanpassung | Wann und nach welcher Regel steigt der Preis, etwa bei Tariferhöhungen? | Schützt vor Überraschungen im laufenden Vertrag |
| Verbrauchsmaterial | Ist Material enthalten, und wie wird es abgerechnet? | Macht Monatspreise erst vergleichbar |
| Versicherung | Welche Deckungssumme hat die Betriebshaftpflicht? Ist der Verlust fremder Schlüssel mitversichert? | Schützt Sie bei Schäden in Ihren Räumen |
| Qualitätsmanagement | Ist der Anbieter zertifiziert, etwa nach ISO 9001? | Zeigt, ob Abläufe und Kontrollen festgelegt sind |
Das Angebot mit dem niedrigsten Monatspreis ist erst dann das günstigste, wenn es dieselben Leistungen und dieselben Stunden enthält wie die anderen.
Welche Kostenfallen gibt es in Reinigungsverträgen?
Viele Mehrkosten entstehen erst nach Vertragsbeginn. Sie stammen aus Leistungen, die im Angebot fehlten, und aus Klauseln, die beim Vergleich niemand gelesen hat. Ein Teil steht nie auf einer Rechnung, etwa die Zeit, die Ihr Team mit Reklamationen verbringt.
Auf diese Punkte sollten Sie vor der Unterschrift achten:
- Quadratmeterpreis ohne Raumliste. Später werden Sanitär, Küche oder Treppenhaus zusätzlich berechnet.
- Verbrauchsmaterial wird nach Verbrauch abgerechnet, der Aufschlag steht nirgends im Angebot.
- Glas- und Grundreinigung sind in einem Angebot enthalten und im anderen nicht. Das zweite wirkt dadurch günstiger, als es ist.
- Lange Erstlaufzeit mit automatischer Verlängerung und früher Kündigungsfrist.
- Preisanpassungsklausel ohne nachvollziehbaren Maßstab.
- Zusatzleistungen auf Zuruf, die ohne vorherige Preisabsprache abgerechnet werden.
- Zu knapp kalkulierte Stunden. Die Reinigung bleibt lückenhaft, und Ihr Office-Management verbringt Zeit mit Reklamationen und Nachkontrollen.
So erstellt AMT multiservices Ihr Angebot
Die Reinigung übernehmen unsere eigenen Leute. Wir beschäftigen rund 120 festangestellte, sozialversicherte Mitarbeitende und arbeiten ohne Subunternehmer. Jedes Objekt hat ein festes Team und einen festen Objektleiter, den Sie direkt erreichen.
Unsere Betriebshaftpflicht hat eine Deckungssumme von 5 Mio. €. Qualitäts- und Umweltmanagement sind nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 zertifiziert. Eine pauschale Mindestlaufzeit gibt es bei uns nicht. Die Laufzeit vereinbaren wir passend zu Ihrem Objekt.
Einen Preis nennen wir, sobald wir Ihr Objekt kennen. So entsteht Ihr Angebot:
- Anfrage: Sie rufen an unter 030 81867596 (Mo bis Fr 7 bis 18 Uhr) oder nutzen das Kontaktformular und nennen Fläche, Nutzung und gewünschtes Zeitfenster.
- Objektaufnahme: Wir erfassen Räume, Bodenbeläge, Sanitär, Küchen und Zugänge, vor Ort oder digital.
- Angebot: Meist binnen 24 Stunden erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit Leistungsverzeichnis, Intervallen und Einsatzzeiten.
- Start: In der Regel 48 bis 72 Stunden nach Auftragserteilung. Ihr Objektleiter weist das feste Team in Ihren Räumen ein.
- Kontrolle: Der Objektleiter prüft regelmäßig, dokumentiert mit Fotos und schickt Ihnen jeden Monat einen PDF-Report.
Quellen
- Übersicht Branchen-Mindestlöhne Generalzolldirektion (Zoll online), Gebäudereinigung, gültig 01.01.2026 bis 31.12.2026
- Zehnte Gebäudereinigungsarbeitsbedingungenverordnung Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Laufzeit 1. Februar 2025 bis 31. Dezember 2026
Stand der Angaben: . Gesetze und Satzungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuelle Fassung und Ihr Vertrag im Einzelfall.
Ein genaues Angebot für Ihr Objekt, meist binnen 24 Stunden.
Wir arbeiten in allen zwölf Berliner Bezirken und im gesamten Berliner Umland.